Anstelle einer Power-Point Präsentation

Am 19. Mai halte ich eine 60 minütige Einführung bezüglich Web 2.0 Werkzeugen im pädagogischen Seminar Oldenburg. Ich bin ja sehr gespannt wie der Vortrag / Mini-Workshop laufen wird. Der Ablauf soll wie folgt strukturiert werden:

  1. Klärung der Begriffe Web 2.0, Web 1.0 und Social Media sowie kurze Präsentation einiger Web 2.0 Werkzeuge (siehe unten).
  2. Vertiefung in die Wikiarbeit und RSS-Feeds.
  3. Teilnehmer-Feedback per Kommentarfunktion auf GedankenImpuls

Zwei Fragestellungen begleiten mich in der Vorbereitung: Was sollten Referendare über Web 2.0 wissen? Welche Werkzeuge müssen unbedingt vorgestellt werden?

Eins steht fest, es ist unmöglich alle wichtigen Web 2.0 Themen anzureißen. Zum Beispiel werden nicht die Authenzität im Web, Sicherheitsfragen, dieverse Plattformen wie Flicker, YouTube oder Podcasts etc. behandelt werden können. Mein Hauptaugenmerk liegt erst einmal darin, einen möglichen Nutzen für Referendare und Lehrer aufzuzeigen. Dabei dachte ich mir, dass Wikis und RSS-Feeds so ziemlich das größte Potential besitzen.

Warum gerade Wikis?

Mit Wikis lässt es sich gut in Gruppen zusammenarbeiten. Ich denke da gerade an die Curriculum-Entwicklung in Fachteams oder die Schulentwicklung. Zur Zeit nutze ich für zwei Klassen ein eigenes Wiki zur Unterrichtsdokumentation und Bereitstellung von Arbeits- und Informationsblättern (guckst Du hier).

Warum gerade RSS?

Ich finde, das RSS-Werkzeug ist ein Motivations-Werkzeug! Es dient dazu, auf dem Laufenden zu bleiben. Ein Beispiel: In einem Fachseminar habe ich bereits eine kleine Einführung über Wikis gehalten und die Teilnehmer waren anfänglich vom Mehrwert durchaus überzeugt. Daraufhin haben wir ein Seminar-Wiki ins Leben gerufen. Nun ist es aber so, dass man gerade im Referendariat kaum Zeit zum Experimentieren hat (was ich sehr bedauere). Beim Experimentieren müssen Routinen durchbrochen werden. Neues, manchmal auch Unbequemes wird auf die Praxistauglichkeit hin überprüft. Die Referendare hatten sich keinen RSS-Feed auf das Wiki gelegt und somit fand das Wiki kaum noch Beachtung. Aus eigener Erfahrung empfinde ich es aber als sehr motivierend, wenn der angelegte Artikel “über Nacht” weiter gewachsen ist. Daher halte ich gerade in der Anfangsphase die Überwachung der Wikiartikel für sehr empfehlenswert.

Ein weiterer Grund, weswegen die Referendare das Wiki nicht nutzten, war die Aussage, dass sie nicht wussten, was sie einbringen könnten. Dazu muss zwingend ein gemeinsames Projekt vorhanden sein, welches ausschließlich auf dem Wiki bearbeitet wird. Sobald sich Dopplungen einschleichen, wie z.B. den Artikel noch einmal auf Word zu schreiben, ist das Wikiprojekt zum Tode verurteilt, weil die Arbeit mit Word bereits Routine ist und nicht mehr als “lästig” im Gegensatz zum Wiki empfunden wird.

Der zweite Teil dieses Artikel beinhaltet nur den Roten Faden für die Präsentation. Anstelle einer Power-Point Präsentation wollte ich eine direkte visuelle Begleitung im Blog ausprobieren. Mal sehen, wie das ankommt?

Präsentation

Was bedeutet Web 1.0 und was bedeutet Web 2.0?

Weblogs

Merkmale:

  • Tagebuch / Lerntagebuch
  • Kommentarfunktion
  • Kopfbereich / Textbereich / Sitebar
  • Vernetzung mit anderen Bloggern

Beispiele:

Twitter (Microblogging Systeme)

Merkmale

  • Blogartikel mit 140 Zeichen
  • Rasante Verbreitung von Nachrichten
  • Akquirierungstool
  • Kontaktpflege

Beispiele:

Social Bookmarks

Merkmale

  • Kollaborativ Sammeln
  • Tagging (verschlagworten)
  • Tagclouds / Trendwolken
  • online / unabhängig

Beispiele

Wikis

Merkmale

  • Artikelseite / Diskussionsseite / Verlaufsseite
  • transparent
  • laufendes Feedback
  • Einfachheit
  • vielfältig
  • dynamisch
  • Aktualität
  • Identifikation

Beispiele:

RSS (Really Simple Syndication)

Merkmale

  • Informieren
  • Motivation beim Artikel erstellen in Wikis
  • “Newsletter”
  • Feed Reader
  • RSS-Verzeichnis

Aufgabe:

  1. Abonniere zwei RSS-Feeds mit Brief!
    Gedankenimpuls
    Deutscher Bildungsserver
  2. Schreibe einen Kommentar in diesen Artikel zu den Fragen:
    Ich kann mir vorstellen/ nicht vorstellen Wikis für meine Arbeit einzusetzen, weil….:
    Die Einführung war gut / mir fehlten Informationen, weil…:

Wer gerne offline ließt, kann sich eine kleine Zusammenfassung (Einführung Web2.0 ) herunter laden.

oneview - das merk ich mir!

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8 Comments on "Anstelle einer Power-Point Präsentation"

  1. Ralf
    19/05/2010 at 09:56 Permalink

    Hallo Thorsten,

    zwei Anmerkungen.
    a) http://twitter.com/ths01 ist aus meiner Sicht eine Profilseite und keine Twitterwall. Eine Twitterwall wäre eher so etwas wie dies http://twitterwallr.com/w/referendariat also eine Auflistung aller öffentlichen Tweets zu einem Hashtag, z.B. Referendariat.
    b) Ich finde den Vergleich von Weblogs und Tagebüchern unpassend. Das wird zwar oft so gesagt, aber ich sehe nur sehr wenige Gemeinsamkeiten. Der Inhalt eines Tagebuchs ist eher selten öffentlich, schon gar nicht für unbekannte. Auch Kommentare von Lesern und ein Austausch über die Inhalte sind in Tagebüchern selten erwünscht. Einzig das Inhalte mit Datum/Timestamp versehen sind und eine persönliche Perspektive (häufig, nicht immer bei Blogs!) dargestellt wird scheint eine Gemeinsamkeit zu sein.
    Aber selbst die Sortierung in einem Tagebuch ist anders als in einem Blog (chronologisch im Tagebuch, umgekehrt chronologisch im Blog).
    Vor allem kann man Blogs aber auch für Dinge nutzen die über den Alltag der Haustiere (Catcontent) und Beobachtungen des Alltags oder Beziehungsprobleme hinausgehen.
    Z.B. Dein Blog, aber auch viele andere EduBlogs zeigen dies m.E. sehr schön.
    Warum ich das hier schreibe? Ich glaube dieser Tagebuch Vergleich hält viele Personen davon ab ein Blog zu führen. Viele möchten gar nicht ihr innerstes nach Außen kehren. Für einen professionellen Austausch über die gewohnten Grenzen hinweg (z.B. eigenes Lehrerseminar, eigene Schule oder Klasse) sind Blogs sehr geeignet, Tagebücher nicht.

    Ich habe zu einem meiner letzten Web 2.0 für Referendare Kurse auch mal einen Blogbeitrag geschrieben.
    Vielleicht ist das für Deine Teilnehmer auch interessant!?

    Grüße Ralf

    PS: Tut mir Leid, dass ich erst jetzt zum Kommentieren komme. Das wäre vor dem Workshop sicher besser gewesen…

  2. Thorsten Schönbohm
    19/05/2010 at 15:40 Permalink

    Moin AndreasRalf!
    ich hätte mich schon fast gewundert, wenn niemand dazu etwas geschrieben hätte.
    zu a) Ja, die ths01-Seite ist eine Profilseite. Ich habe diesen Link nur gewählt, um mich schneller auf die Twitterseite einzuloggen. Ist aber auch irgendwie egal, ob ich auf http://www.twitter.com oder auf http://www.twitter.com/ths01 verlinkt hätte. Gezeigt habe ich die twitter.com Seite. Eine echte Twitterwall ist es auch nicht, da man keine laufenden Tweets mit Hashtags sieht. Man muss die neuen Tweets immer wieder aktivieren. Eine echte Twitterwall wie auf einem EduCamp oder BarCamp konnte ich nicht zeigen.
    zu b): Auch hier muss ich Dir irgendwie recht geben. Den Ausdruck Tagebuch oder Lerntagebuch muss man natürlich erklären (habe ich auch im Seminar erklärt). Aber wie heißt es so schön, man muss seine Zuhörer abholen. Von ca. 20 Referendaren kannten 16 den Begriff “Web 2.0″ nicht, Tagebuch hingegen alle. Mit einer 60 minütigen Einführung bleibt so manches auf der Strecke. Mir ging es in der Einführung um den Nutzen für die Schule. In der Pause habe ich durchaus positives Feedback bekommen. Allerdings meinten einige sie hätten keine Zeit, um zum Beispiel ein Wiki mal auszuprobieren….

  3. Ralf
    19/05/2010 at 16:32 Permalink

    Wer ist denn Andreas? ;-)

  4. Thorsten Schönbohm
    19/05/2010 at 16:36 Permalink

    Ralf natürlich, sorry! Ich hatte beim Schreiben jemand anderes vor Augen…
    Habe Dich dafür in meine Blog roll aufgenommen. ;-)

  5. Ralf
    19/05/2010 at 20:05 Permalink

    Ach, der arme Andreas. Der wollte doch auch in die Blogroll.
    Naja, ein Andreas steht ja direkt unter mir in der Blogroll ;-)

  6. good insurance
    01/07/2014 at 09:51 Permalink

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Trackbacks

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Heinz Krettek, Frischblogger erwähnt. Frischblogger sagte: gedankenimpuls: Anstelle einer Power-Point Präsentation http://bit.ly/9SEWXV [...]

  2. [...] Seminar wie unseres am pädagogischen Seminar in Oldenburg durchgeführt und einen Blogbeitrag hierzu geschrieben. Sein FoKus lag auf Wikis …

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