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	<title>Kommentare zu: Informationsplankton</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
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		<title>Von: Anstelle einer Power-Point Präsentation &#187; GedankenImpuls</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-422</link>
		<dc:creator>Anstelle einer Power-Point Präsentation &#187; GedankenImpuls</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 10:29:12 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Artikel Informationsplankton [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Artikel Informationsplankton [...]</p>
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		<title>Von: Christian Spannagel</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-37</link>
		<dc:creator>Christian Spannagel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 20:23:24 +0000</pubDate>
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		<description>@Thorsten Ich würde nicht in Sparten denken wollen. Gerade die Biologen sind großartig in öffentlicher Wissenschaft, z.B. durch das Öffentlichmachen von Datensätzen. Für jede Wissenschaft gibts Möglichkeiten. Und wie bereits gesagt: Kein Wissenschaftler macht immer nur megageheimes. Zumindest kann jeder über seine Lehre bloggen oder wikien.

Zu meinen wissenschaftlichen Methoden: Ich mache Befragungen, führe lernpsychologische Experimente durch (z.B. planen Florian Schimpf und ich gerade eins mit einem Eye-Tracker: http://tinyurl.com/ykuc9qm ) oder verwende den Ansatz der Aktionsforschung. Über solche Methoden habe ich auch mal einen Vortrag gehalten (wens interessiert: http://tinyurl.com/cuc5rj ).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thorsten Ich würde nicht in Sparten denken wollen. Gerade die Biologen sind großartig in öffentlicher Wissenschaft, z.B. durch das Öffentlichmachen von Datensätzen. Für jede Wissenschaft gibts Möglichkeiten. Und wie bereits gesagt: Kein Wissenschaftler macht immer nur megageheimes. Zumindest kann jeder über seine Lehre bloggen oder wikien.</p>
<p>Zu meinen wissenschaftlichen Methoden: Ich mache Befragungen, führe lernpsychologische Experimente durch (z.B. planen Florian Schimpf und ich gerade eins mit einem Eye-Tracker: <a href="http://tinyurl.com/ykuc9qm" rel="nofollow">http://tinyurl.com/ykuc9qm</a> ) oder verwende den Ansatz der Aktionsforschung. Über solche Methoden habe ich auch mal einen Vortrag gehalten (wens interessiert: <a href="http://tinyurl.com/cuc5rj" rel="nofollow">http://tinyurl.com/cuc5rj</a> ).</p>
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	<item>
		<title>Von: uberVU - social comments</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-36</link>
		<dc:creator>uberVU - social comments</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 10:00:28 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Social comments and analytics for this post...&lt;/strong&gt;

This post was mentioned on Twitter by ths01: ich meinte hier http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Social comments and analytics for this post&#8230;</strong></p>
<p>This post was mentioned on Twitter by ths01: ich meinte hier <a href="http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/.." rel="nofollow">http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/..</a>.</p>
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		<title>Von: Jean-Pol Martin</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-35</link>
		<dc:creator>Jean-Pol Martin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 09:12:57 +0000</pubDate>
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		<description>OK. Einverstanden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>OK. Einverstanden.</p>
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		<title>Von: Thorsten Schönbohm</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-34</link>
		<dc:creator>Thorsten Schönbohm</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 08:22:55 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Jean-Pol! Ich glaube, das was Du in den Klammern geschrieben hast ist sehr wichtig, denn sobald auch nur ein Anflug von einseitiger Ausbeutung besteht, hat es sich mit dem Netzwerken erübrigt, im Gegensatz zum Nervensystem können Menschen aussteigen. Du hast ja schon in einem Artikel darüber geschrieben wie flüchtig ein Netzwerk ist. Daher muss jeder für sich die Vorstellung haben der Cortex zu sein. Mir gefällt da der Begriff &lt;em&gt;Win-Win&lt;/em&gt; etwas besser, als die &lt;em&gt;Neuronenmetapher&lt;/em&gt;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Jean-Pol! Ich glaube, das was Du in den Klammern geschrieben hast ist sehr wichtig, denn sobald auch nur ein Anflug von einseitiger Ausbeutung besteht, hat es sich mit dem Netzwerken erübrigt, im Gegensatz zum Nervensystem können Menschen aussteigen. Du hast ja schon in einem Artikel darüber geschrieben wie flüchtig ein Netzwerk ist. Daher muss jeder für sich die Vorstellung haben der Cortex zu sein. Mir gefällt da der Begriff <em>Win-Win</em> etwas besser, als die <em>Neuronenmetapher</em>.</p>
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		<title>Von: Jean-Pol Martin</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-33</link>
		<dc:creator>Jean-Pol Martin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 08:11:12 +0000</pubDate>
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		<description>Ab einer bestimmten Anzahl von &quot;Followern&quot; übernehmen unsere Freunde die Aufgabe der Präselektion und schieben einem Links zu, von denen sie meinen, dass sie für unsere Denken und unsere Arbeit relevant sind. Wie periphäre Sensoren im Nervensystem, die relevante Informationen zum Cortex weiterleiten. Inzwischen verbringe ich sehr viel Zeit damit, solchen Links zu folgen. Als Gegenleistung tun wir dasselbe für sie (nicht dass man glaubt, wir sind der Cortex und sie die Blöden).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ab einer bestimmten Anzahl von &#8220;Followern&#8221; übernehmen unsere Freunde die Aufgabe der Präselektion und schieben einem Links zu, von denen sie meinen, dass sie für unsere Denken und unsere Arbeit relevant sind. Wie periphäre Sensoren im Nervensystem, die relevante Informationen zum Cortex weiterleiten. Inzwischen verbringe ich sehr viel Zeit damit, solchen Links zu folgen. Als Gegenleistung tun wir dasselbe für sie (nicht dass man glaubt, wir sind der Cortex und sie die Blöden).</p>
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		<title>Von: Thorsten Schönbohm</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-32</link>
		<dc:creator>Thorsten Schönbohm</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 07:04:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gedankenimpuls.de/?p=32#comment-32</guid>
		<description>Guten Morgen Christian! Endlich erhalte ich mal die Gelegenheit mein Wissenschaftsverständnis zu hinterfragen. Nach dem Motto: Was macht denn eigentlich ein gemeiner Forscher den ganzen lieben langen Tag! Das geht in den einzelnen Fachrichtungen mit Sicherheit gewaltig auseinander. Vielleicht ist es ratsam den &lt;em&gt;öffentlichen Wissenschaftler&lt;/em&gt; bestimmten Sparten zuzuschreiben. Beispielsweise eher in den &lt;strong&gt;Erziehungswissenschaften&lt;/strong&gt;, vielleicht auch in der Sozialwissenschaft, als in den Naturwissenschaften. (Hm, wenn ich das so betrachte, dann müsste ich die Physikdidaktik in die Erziehungswissenschaft stecken, das würde das &lt;em&gt;Standortdilemma&lt;/em&gt; für die Fachdidaktiken lösen.) Für die Erziehungswissenschaftler, bzw. den Didaktikern wäre es mit Sicherheit eine Bereicherung ihres Geschäftes. Da bleibt nur zu klären, in welchem Umfang er Web 2.0 Strategien für sich einsetzt. Ich denke die meisten Wissenschaftler dieser Sparte sind in ihrer Arbeit so versunken, dass sie nur noch müde mit dem Kopf schütteln, wenn sie hören, das sie zusätzlich auch noch aufwendiges Networking betreiben sollen. Ergo, was würde für den Didaktiker 2.0 (Ich weiß Du magst diese 2.0 Anhängsel nicht. ;-) ) wegfallen oder vereinfacht werden?
&lt;strong&gt;Zu den Naturwissenschaften&lt;/strong&gt;. Hier sehe ich eher ein geringeres Potential für den &lt;em&gt;öffentlichen Wissenschaftler&lt;/em&gt;, Stichworte sind Patente, Fördergelder, Konkurrenz, Geheimhaltung (z.B. in Konzernen wie Bayer, BASF, Automobilindustrie...) Ja, vielleicht kann der Wissenschaftler dort, wie Du geschrieben hast, seine Fachartikel auf sein Weblog stellen, wäre ja mal ein interessantes Pilotprojekt in der Industrie! Und nun brauche ich dringend ein &lt;strong&gt;KÄFFCHEN&lt;/strong&gt;!

Noch mal eine Frage hinten an: Welchen klassischen Forschungsmethoden bedienst Du dich? Ich sehe Dich nur in der öffentlichen Diskussion!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Morgen Christian! Endlich erhalte ich mal die Gelegenheit mein Wissenschaftsverständnis zu hinterfragen. Nach dem Motto: Was macht denn eigentlich ein gemeiner Forscher den ganzen lieben langen Tag! Das geht in den einzelnen Fachrichtungen mit Sicherheit gewaltig auseinander. Vielleicht ist es ratsam den <em>öffentlichen Wissenschaftler</em> bestimmten Sparten zuzuschreiben. Beispielsweise eher in den <strong>Erziehungswissenschaften</strong>, vielleicht auch in der Sozialwissenschaft, als in den Naturwissenschaften. (Hm, wenn ich das so betrachte, dann müsste ich die Physikdidaktik in die Erziehungswissenschaft stecken, das würde das <em>Standortdilemma</em> für die Fachdidaktiken lösen.) Für die Erziehungswissenschaftler, bzw. den Didaktikern wäre es mit Sicherheit eine Bereicherung ihres Geschäftes. Da bleibt nur zu klären, in welchem Umfang er Web 2.0 Strategien für sich einsetzt. Ich denke die meisten Wissenschaftler dieser Sparte sind in ihrer Arbeit so versunken, dass sie nur noch müde mit dem Kopf schütteln, wenn sie hören, das sie zusätzlich auch noch aufwendiges Networking betreiben sollen. Ergo, was würde für den Didaktiker 2.0 (Ich weiß Du magst diese 2.0 Anhängsel nicht. <img src='http://www.gedankenimpuls.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) wegfallen oder vereinfacht werden?<br />
<strong>Zu den Naturwissenschaften</strong>. Hier sehe ich eher ein geringeres Potential für den <em>öffentlichen Wissenschaftler</em>, Stichworte sind Patente, Fördergelder, Konkurrenz, Geheimhaltung (z.B. in Konzernen wie Bayer, BASF, Automobilindustrie&#8230;) Ja, vielleicht kann der Wissenschaftler dort, wie Du geschrieben hast, seine Fachartikel auf sein Weblog stellen, wäre ja mal ein interessantes Pilotprojekt in der Industrie! Und nun brauche ich dringend ein <strong>KÄFFCHEN</strong>!</p>
<p>Noch mal eine Frage hinten an: Welchen klassischen Forschungsmethoden bedienst Du dich? Ich sehe Dich nur in der öffentlichen Diskussion!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Spannagel</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-31</link>
		<dc:creator>Christian Spannagel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 21:28:16 +0000</pubDate>
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		<description>Ach so, noch was: Die Wissenschaft &quot;bleibt&quot; nicht bei den alten Methoden. Sie nutzt ein breiteres Repertoire von Methoden und lässt neben den alten Methoden auch diejenigen der kollaborativen Wissenskonstruktion in vernetzten Strukturen zusätzlich zu. Oder eigentlich noch krasser: Der Wissenschaftler ändert sein Selbstverständnis, und aus dieser neuen Perspektive heraus gibt er den alten Methoden einen bestimmten Platz/Wert in seinem Methodenrepertoire.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach so, noch was: Die Wissenschaft &#8220;bleibt&#8221; nicht bei den alten Methoden. Sie nutzt ein breiteres Repertoire von Methoden und lässt neben den alten Methoden auch diejenigen der kollaborativen Wissenskonstruktion in vernetzten Strukturen zusätzlich zu. Oder eigentlich noch krasser: Der Wissenschaftler ändert sein Selbstverständnis, und aus dieser neuen Perspektive heraus gibt er den alten Methoden einen bestimmten Platz/Wert in seinem Methodenrepertoire.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Spannagel</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-30</link>
		<dc:creator>Christian Spannagel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 21:22:01 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Thorsten,

ok, ich gebe dir Recht - der Begriff &quot;Paradigma&quot; könnte irreführend sein.  Dennoch ist das Selbstverständnis des Wissenschaftlers ein anderes - er begreift sich als Teil eines sozialen Netzwerks und greift Informationen von vielen Seiten auf - aber eben nicht nur aus Fachartikeln, sondern auch aus Berichten von Menschen z.B. aus relevanten Praxisbereichen. Darüber hinaus macht er den Prozess der wissenschaftlichen Wissensproduktion öffentlich. Er schätzt den Weblog-Artikel, in dem er sich mit anderen Personen austauschen kann, mehr als den wissenschaftlichen Fachartikel in einem Peer-reviewed Journal. Durch die Öffentlichkeit bietet er Anküpfungspunkte für andere, macht sich aber auch &quot;verletzlich&quot;. Er akzeptiert, dass eine &quot;Laien&quot;frage sein wissenschaftliches Vorhaben in Frage stellen kann. Er unterzieht das, was er tut, der permanenten öffentlichen Prüfung. Es handelt sich insofern schon um eine radikale Änderung bestehender Verhaltensweisen und auch des Selbstverständnisses.

Ich denke auch, dass bestimmte Sparten prädestiniert sind für öffentliche Wissenschaft - beispielsweise die Pädagogik oder die Fachdidaktiken. Dort, wo es um Patente usw. geht, wird es sicher in einigen Fällen heikel. Aber: Jeder Wissenschaftler kann vernünftig entscheiden, welche Informationen er online stellt und welche besser nicht. Öffentliche Wissenschaft bedeutet nicht dämliche Preisgabe von vertrauenswürdigen Informationen. Auch derjenige, der an Patentverdächtigem arbeitet, kann gelesene Fachartikel in seinem Weblog reviewen oder Ideen, die er außerhalb des Patentbereichs hat, öffentlich diskutieren. Kein Wissenschaftler macht permanent nur Geheimzuhaltendes.

&quot;Gilt das Bauchgefühl in der Wissenschaft als Kriterium?&quot; - Wissenschaftler sind Experten auf ihrem Gebiet. Expertise bedeutet u.a., dass man in bestimmten Bereichen automatisiert (d.h. ohne Einbeziehung des Bewusstseins) bewerten kann. Insofern: Ja, Wissenschaftler treffen sicher viele Entscheidungen aus dem Bauchgefühl heraus.

&quot;Vielleicht als Wegweiser, aber die harten Fakten müssen doch irgendwie anders begründet werden.&quot; - Richtig. Ich würde es so sagen: Das Bauchgefühl darf nicht ignoriert werden, sondern es muss beachtet werden. Dann muss man sich aber fragen: Warum ist dies oder jenes wohl die richtige Entscheidung? Welche Gründe sprechen denn rational dafür/dagegen? 

Wissenschaftler sind Menschen, und Menschen handeln vielleicht mehr aus Bauchgefühl heraus als aus rationalen Gründen. In der Wissenschaft ist es aber vielleicht notwendiger als in anderen Bereichen, dieses Gefühl auch einer rationalen Prüfung zu unterziehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Thorsten,</p>
<p>ok, ich gebe dir Recht &#8211; der Begriff &#8220;Paradigma&#8221; könnte irreführend sein.  Dennoch ist das Selbstverständnis des Wissenschaftlers ein anderes &#8211; er begreift sich als Teil eines sozialen Netzwerks und greift Informationen von vielen Seiten auf &#8211; aber eben nicht nur aus Fachartikeln, sondern auch aus Berichten von Menschen z.B. aus relevanten Praxisbereichen. Darüber hinaus macht er den Prozess der wissenschaftlichen Wissensproduktion öffentlich. Er schätzt den Weblog-Artikel, in dem er sich mit anderen Personen austauschen kann, mehr als den wissenschaftlichen Fachartikel in einem Peer-reviewed Journal. Durch die Öffentlichkeit bietet er Anküpfungspunkte für andere, macht sich aber auch &#8220;verletzlich&#8221;. Er akzeptiert, dass eine &#8220;Laien&#8221;frage sein wissenschaftliches Vorhaben in Frage stellen kann. Er unterzieht das, was er tut, der permanenten öffentlichen Prüfung. Es handelt sich insofern schon um eine radikale Änderung bestehender Verhaltensweisen und auch des Selbstverständnisses.</p>
<p>Ich denke auch, dass bestimmte Sparten prädestiniert sind für öffentliche Wissenschaft &#8211; beispielsweise die Pädagogik oder die Fachdidaktiken. Dort, wo es um Patente usw. geht, wird es sicher in einigen Fällen heikel. Aber: Jeder Wissenschaftler kann vernünftig entscheiden, welche Informationen er online stellt und welche besser nicht. Öffentliche Wissenschaft bedeutet nicht dämliche Preisgabe von vertrauenswürdigen Informationen. Auch derjenige, der an Patentverdächtigem arbeitet, kann gelesene Fachartikel in seinem Weblog reviewen oder Ideen, die er außerhalb des Patentbereichs hat, öffentlich diskutieren. Kein Wissenschaftler macht permanent nur Geheimzuhaltendes.</p>
<p>&#8220;Gilt das Bauchgefühl in der Wissenschaft als Kriterium?&#8221; &#8211; Wissenschaftler sind Experten auf ihrem Gebiet. Expertise bedeutet u.a., dass man in bestimmten Bereichen automatisiert (d.h. ohne Einbeziehung des Bewusstseins) bewerten kann. Insofern: Ja, Wissenschaftler treffen sicher viele Entscheidungen aus dem Bauchgefühl heraus.</p>
<p>&#8220;Vielleicht als Wegweiser, aber die harten Fakten müssen doch irgendwie anders begründet werden.&#8221; &#8211; Richtig. Ich würde es so sagen: Das Bauchgefühl darf nicht ignoriert werden, sondern es muss beachtet werden. Dann muss man sich aber fragen: Warum ist dies oder jenes wohl die richtige Entscheidung? Welche Gründe sprechen denn rational dafür/dagegen? </p>
<p>Wissenschaftler sind Menschen, und Menschen handeln vielleicht mehr aus Bauchgefühl heraus als aus rationalen Gründen. In der Wissenschaft ist es aber vielleicht notwendiger als in anderen Bereichen, dieses Gefühl auch einer rationalen Prüfung zu unterziehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thorsten Schönbohm</title>
		<link>http://www.gedankenimpuls.de/2009/10/informationsplankton/comment-page-1/#comment-29</link>
		<dc:creator>Thorsten Schönbohm</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 19:51:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gedankenimpuls.de/?p=32#comment-29</guid>
		<description>@christian Ok, ich merke ich habe Dein Video nicht ganz richtig interpretiert. Nun gab es für mich erst einmal zwei Dinge, weswegen ich diese Schlussfolgerung so provokativ gezogen habe.
1. Deine Überschrift lautet &quot;Wissenschaft im neuen Paradigma&quot;. Ich weiß, nun werde ich ein wenig &quot;tintenpisserig&quot; aber ich verstehe den Begriff Paradigma nach Thomas Kuhn und bedeutet für mich eine gänzlich neue Sicht der Dinge in der Wissenschaft, eben einen Paradigmenwechsel. 
2. Bist Du in Deinem Video nicht darauf eingegangen, dass die öffentliche Wissenschaft bei den alten Methoden bleibt. Du hast Das Video für einen bestimmten Zweck gemacht, ich hoffe die Adressaten verstehen es nicht so wie ich. Wäre doch ein ziemliches Zerrbild der öffentlichen Wissenschaft. 
Dann habe ich noch eine Frage, für welche Sparte von Wissenschaftlern steht die öffentliche Wissenschaft? Das frage ich mich schon die ganze Zeit. Ich glaube Wissenschaft ist ein hartes Geschäft,  man muss Gelder für die Forschung beschaffen und da hört doch bekanntlich die Freundschaft auf! Als Wissenschaftler plaudere ich doch nicht öffentlich über meine aktuellen Ergebnisse, der Konkurrenz wird es freuen. Vielleicht denke ich auch nur zu sehr in die naturwissenschaftlichen-technischen Richtung... Ich hoffe Du weist das ich der öffentlichen Diskussion positiv gegenüberstehe. Ich würde mir die öffentliche Wissenschaft sehr wünschen, gerade im Bereich der Didaktik. 
Dann noch eine Bemerkung zum Bauchgefühl, natürlich Bauchgefühl ist eine feine Sachen, sonst hätte ich immer noch keine Krankenkasse ;-) , aber ob es die richtige ist? Gilt das Bauchgefühl in der Wissenschaft als Kriterium? Vielleicht als Wegweiser, aber die harten Fakten müssen doch irgendwie anders begründet werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@christian Ok, ich merke ich habe Dein Video nicht ganz richtig interpretiert. Nun gab es für mich erst einmal zwei Dinge, weswegen ich diese Schlussfolgerung so provokativ gezogen habe.<br />
1. Deine Überschrift lautet &#8220;Wissenschaft im neuen Paradigma&#8221;. Ich weiß, nun werde ich ein wenig &#8220;tintenpisserig&#8221; aber ich verstehe den Begriff Paradigma nach Thomas Kuhn und bedeutet für mich eine gänzlich neue Sicht der Dinge in der Wissenschaft, eben einen Paradigmenwechsel.<br />
2. Bist Du in Deinem Video nicht darauf eingegangen, dass die öffentliche Wissenschaft bei den alten Methoden bleibt. Du hast Das Video für einen bestimmten Zweck gemacht, ich hoffe die Adressaten verstehen es nicht so wie ich. Wäre doch ein ziemliches Zerrbild der öffentlichen Wissenschaft.<br />
Dann habe ich noch eine Frage, für welche Sparte von Wissenschaftlern steht die öffentliche Wissenschaft? Das frage ich mich schon die ganze Zeit. Ich glaube Wissenschaft ist ein hartes Geschäft,  man muss Gelder für die Forschung beschaffen und da hört doch bekanntlich die Freundschaft auf! Als Wissenschaftler plaudere ich doch nicht öffentlich über meine aktuellen Ergebnisse, der Konkurrenz wird es freuen. Vielleicht denke ich auch nur zu sehr in die naturwissenschaftlichen-technischen Richtung&#8230; Ich hoffe Du weist das ich der öffentlichen Diskussion positiv gegenüberstehe. Ich würde mir die öffentliche Wissenschaft sehr wünschen, gerade im Bereich der Didaktik.<br />
Dann noch eine Bemerkung zum Bauchgefühl, natürlich Bauchgefühl ist eine feine Sachen, sonst hätte ich immer noch keine Krankenkasse <img src='http://www.gedankenimpuls.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  , aber ob es die richtige ist? Gilt das Bauchgefühl in der Wissenschaft als Kriterium? Vielleicht als Wegweiser, aber die harten Fakten müssen doch irgendwie anders begründet werden.</p>
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