
Muss man Literaturangaben am Ende einer Arbeit angeben, gibt es viele Wege, die bekanntlich nach Rom führen. Ein Weg führt über das Firefox Plugin Zotero, einer kostenlosen Literaturverwaltung, mit der Möglichkeit in Open Office oder MS-Word eine Bibliografie aus eigenen Internetrecherchen zu generieren.
Welche feinen Sachen kann man mit Zotero anstellen?
Mit Zotero kann man in erster Linie Dokumente und deren Metadaten im Web und auf seinem Rechner sammeln und verwalten. Unter Metadaten verstehe ich die üblichen Literaturangaben wie Autorenname, Erscheinungsort, Titel, ISBN-Nummer, Erscheinungsdatum, Zusammenfassung,… Diese Daten werden in der Regel einfach per Mausklick in der Adresszeile auf das entsprechende Button in Zotero übertragen.
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Langweilig? So und nun geht es aber los, die mir bekannten Funktionen mal flott aufgelistet:
- Notizen zu den entsprechenden Dokumenten schreiben,
- Dokumente und die Notizen verschlagworten (taggen),
- in HTML Dokumente Markierungen vornehmen,
- Natürlich alle Informationen in Ordnern zusammenstellen, suchen und verwalten,
- die neue Version 2.x bietet die Möglichkeit die ganzen Dokumente und Eintragungen auch online im Web zu veröffentlichen (schau doch mal bei mir vorbei
), - somit ist es möglich die Datensätze mit mehreren Computern zu synchronisieren,
- Austausch mit anderen Personen oder Gruppen auf Zotero.org.
Eine ganz entscheidende Sache ist die, dass man diese ganzen Literaturangaben wieder auf’s Papier bekommt. Dazu benötigt man ein weiteres kostenloses Plugin für MS-Word oder Open Office. Damit ist es möglich Literaturverzeichnisse per Mausklick zu generieren. Ich habe Zotero für meine Examensarbeit genutzt und war dankbar mir keine Gedanken darüber machen zu müssen, ob ich nun mit einem Komma, Semikolon oder einem Doppelpunkt trennen muss. Zotero bietet dutzende vorgefertigte Zitierungsstile an. Eine etwas ausführlichere deutschsprachige Anleitung findet man hier. (Übrigens kann man genau so die Literaturangaben aus Zotero in einen Weblogartikel einfügen! Das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl für öffentliche Wissenschaftler…
)
Was hat Zotero nun mit einem Wordpress Blog zu tun?
Mit einem Weblog tritt man selber als Autor in Erscheinung und wer als Autor zitiert werden möchte, sollte auch einiges dafür tun, um es seinen Lesern leichter zu machen Metadaten in Literaturverwaltungsprogramme einzulesen. Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi, Endnote und Zotero sind schon weit verbreitet und es ist möglich aus Datenbanken wie diversen Bibliotheken, Google Books und Amazon Literaturdaten abzugreifen. Auch YouTube bietet eine entsprechende Schnittstelle an. Möchte ein öffentlicher Wissenschaftler (noch ein Wink mit dem Zaunpfahl…) aus seinem Weblog in einer Arbeit zitiert werden, tippt der Leser recht umständlich diese Daten in die Literaturverwaltung ein, es muss aber nicht so sein. Autoren eines frei gehosteten Wordpress Weblogs haben die Möglichkeit zwei kostenlose Plugins zu installieren, die es den Leser in die Lage versetzt die Metadaten quasi per Mausklick in die Literaturverwaltung einzubinden. Die beiden Plugins können direkt über die Wordpress Pluginistallation aufgerufen und aktiviert werden. Diese Plugins sind:
Einfach im Wordpress Dashboard über “Plugins Installieren” die beiden Plugins aufrufen, installieren und aktivieren – fertig ist Max. Der potentielle Leser wird es danken! Wer nun mehr über diese Schnittstellen wissen möchte, der ist bei mir nicht gut aufgehoben, da ich auch nur Anwender bin und von dem ganzen Programmierzeugs keine Ahnung habe. (Würde mich aber freuen, wenn es mir einer erklären könnte.) Vielleicht mal bei Bibliothek 2.0 und mehr… nachschauen. Patrick Danowski hat schon mehrere Artikel über Zotero geschrieben und von ihm habe ich auch die Idee.
Why do I blog this?: Ich möchte einfach mithelfen den unAPI und COinS Standart zu verbreiten. Ich bin zwar kein Wissenschaftler, aber nutze dennoch gerne die Möglichkeiten, die mir Literaturverwaltungsprogramme wie Zotero bieten. Für öffentliche Wissenschaftler sollte es zum guten Ton gehören ihre Werke die sie im Web veröffentlichen so aufzubereiten, dass man sie schnell in den genannten Programmen einarbeiten kann. unAPI und COinS macht dies möglich!







12/11/2009 at 16:05 Permalink
Hey Thorsten,
schön dass es dich nun auch in das Ref bewegt hat… ich persönlich freue mich gerade schon auf das Ende, dass in einigen Monaten für mich ansteht.
Zu deinem Artikel ein kleiner Tipp, der mir selber erst vor ein paar Tagen über den Weg gelaufen ist: http://www.mendeley.com/
Ein Literaturverwaltungsprogramm, dass ähnlich wie last.fm in Web 2.0 Manier funktioniert… klingt sehr vielversprechend…
LG, Andreas